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Ein Feuchtpräparat (auch Nasspräparat genannt) ist die wohl bekannteste Form eines Präparats. Es stellt eine anatomische Struktur (z.B. ein Organ) in einer Aufbewahrungslösung in einem Präparateglas oder Präparatekasten dar. Die anatomische Struktur wird dabei äußerst lebensecht gezeigt. Eine spezielle Form der Feuchtpräparate sind Aufhellungspräparate.

Herstellung

→ Hauptartikel: Herstellung von Feuchtpräparaten

Ein Feuchtpräparat wird dadurch hergestellt, dass man eine biologische Struktur (wie ein Organ oder z.B. einen Fetus) mit einer Lösung fixiert und daraufhin in einer Aufbewahrungslösung in einem Präparateglas oder Präparatekasten darstellt. Zu diesem Zweck werden Feuchtpräparate oft montiert und dann in ein entsprechendes Behältnis gegeben. Eine besondere Form der Fixierung und Aufbewahrung von Nasspräparaten findet durch farbenerhaltende Fixierungen nach Jores oder Kaiserling (Lösungen mit der häufigsten Verwendung) statt, bei der die Farben annähernd naturgetreu wiederhergestellt werden unter Zuhilfenahme einer Restitutionsflüssigkeit. Eine weitere besondere Methode ist das Aufhellen des Präparats und das angleichen der Aufbewahrungslösung auf den gleichen Brechungsindex, den das Präparat besitzt.

Literatur

  • PIECHOCKI, R. / ALTNER, H.-J.: Makroskopische Präparationstechnik: Teil 1: Wirbeltiere. Gustav-Fischer, Jena, 5., überarbeitete und aktualisierte Auflage (1998), ISBN 978-3437351907.
  • SCHWERIN, S.: Anatomische Trocken-, Feucht- und Knochenpräparate. Springer-Medizin, Berlin/Heidelberg, 1952, ISBN 978-3662304662.
  • STEINMANN, W. F.: Makroskopische Präparationsmethoden in der Medizin. Thieme, Stuttgart/New York,1982, ISBN 978-3136239018.