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Kurzfassung Mazeration

Vorbehandlung

Dem Objekt wird die Dermis entfernt und große Muskeln werden entfernt. Die inneren Organe, das Gehirn und die Augen werden entfernt. Die Gliedmaßen und der Kopf werden mobilisiert. Um die Reihenfolge der Wirbel zu gewährleisten, wird die Wirbelsäule mit Draht oder mit Spießen über den Rückenmarkkanal zusammengehalten. Knorpelige Brustkorbanteile (Sternum, Verbindung mit den Rippen) sollten anfixiert werden (4%iges Formaldehyd über zwei Tage), um bei der Mazeration den Knorpel zu erhalten. Es kann die Arbeit später erleichtern, die Gliedmaßen, den Kopf und den Rumpf einzeln verpackt (z.B. in s.g. Mazerationsbeuteln) zu bearbeiten. Im Anschluss wird das Rohskelett in einer Lösung aus Wasser und Salz (evtl. noch Entfettungsmittel) gewässert.

Mazeration

Mögliche Mazerationslösungen sind: Optimale Umgebung Tempteraturbereich Mazerationsdauer Besonderheiten
Natriumhydrogencarbonat 20g/l Aufkochen 4-5 Stunden
Kalilauge 5%
35-40°C
Natronlauge 4%ig Wie Kalilauge, jedoch günstiger im Verbrauch. (40g Natronhydroxid entsprechen 56g

Kaliumhydroxid)

Um den pH-Wert zu halten ist eine ständige Überprüfung notwendig, sowie ein Einstellen des Wertes mit Natriumcarbonat. Eventuell sollte ein Bakterizid verwendet werden. Eine Möglichkeit, wäre Mortanol 30 in einer Konzentration von 0,01%.

Entfettung

Entfetten ist notwendig, da Fette in Trockenpräparaten nicht konservierbar sind. Unter dem Einfluss von Sauerstoff und Licht reagieren die Fette und richten Schäden am Präparat an. Um ordentlich entfetten zu können, ist eine mehrstufige Methode empfehlenswert. Hierzu werden Entfettungsmittel in den Lösungen für die Wässerung, die Mazeration und die Bleiche verwendet. Übliche Mittel aus der Gerberei sind Supralan 67, Supralan UF und/oder Supralan UX. Die eigentliche Entfettung findet nach der Mazeration statt, doch da die meisten Substanzen hierzu umweltschädigend und/oder hochgradig giftig sind, können nur zwei Varianten „einfach“ angewandt werden. Für größere Objekte sollte deshalb ein professioneller Entfettungsservice genutzt werden, oder eine geschlossene Entfettungsanlage ist von Nöten. Für Kleinsäuger und ähnlich große Objekte kann Aceton verwendet werden. Als zweite Variante bietet sich Petrolbenzin an, doch ist dieses Mittel dem Aceton in seinen Eigenschaften unterlegen. Der Nachteil an beiden Methoden ist der Kostenpunkt, der generell zu einem Kostenvergleich mit einem professionellem Service führen sollte.

Bleichen

Zum Bleichen der Knochen eignet sich Wasserstoffperoxid, welches üblicherweise in hohen Konzentrationen erworben wird. Hohe Konzentrationen reagieren jedoch mit dem Knochen und führen zu Beschädigungen, weshalb die Konzentration gesenkt werden muss. Eine Möglichkeit ist das Wasserstoffperoxid auf 2-5% zu verdünnen und dann bei 32-35°C das Bleichen durchzuführen. Mit Ammoniaksalz wird der pH-Wert dabei auf 7,5 bis 8,0 gehalten. Die Knochen werden in ihrem Prozess beobachtet und wenn der gewünschte Helligkeitsgrad erreicht ist, wird der Vorgang durch langes Spülen beendet, woraufhin die Knochen trocknen können. Zu beachten ist, dass die Knochen beim Trocknen noch nachbleichen und deshalb heller werden.