FANDOM


Methanal
Struktur Methanal
Strukturformel von Methanal
Eigenschaften
Summenformel CH2O
CAS-Nummer 50-00-0
PubChem CID 712}}
Kurzbeschreibung Farbloses, stechend riechendes Gas, handelsüblich als wässrige Lösung
Molare Masse 30,03 g/mol
Dichte 0,8153 g/cm³ (bei 20°C)
Aggregatzustand Gasförmig
Schmelzpunkt -117 °C
Siedepunkt -19 °C
Lösligkeit Leicht löslich
Sicherheitshinweise
GHS-pictogram-acid.svgGHS-pictogram-skull.svgGHS-pictogram-silhouette.svg
Gefahr
H-Sätze Test
P-Sätze Test
MAK Test
Toxikologische Daten LD50 oral (Ratte) 100 mg/kg[1]
LD50 dermal (Kaninchen) 292 mg/kg[2]
Quelle: {{#NewWindowLink:http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll?f=id$t=default.htm$vid=gestisdeu:sdbdeu$id=010520%7CGETIS-Stoffdatenbank}}[3]

Methanal ist das einfachste Aldehyd. Der Name bildet sich aus Methan und dem Suffix für Aldehyde. Da Methanal durch Oxidation in Methansäure (Ameisensäure) überführt werden kann, wird es auch Formaldehyd genannt (von lat. formica Ameise).

Eigenschaften als Fixierungsmittel

Die Erstbeschreibung der fixierenden Eigenschaften von Methanal fand 1896 durch Dr. F. Blum statt. Dieser beobachtete einen Übergang des Gewebes aus „festweichem Aggregatzustand in eine wesentlich resistentere, härtere Modifikation“. Es fiel ihm als erstes durch den Kontakt mit der eigenen Haut und einer nachfolgenden Verhärtung der Epidermis auf. Daraufhin legte er eine Milzbrandmaus für eine Nacht in Formaldehyd und stellte anschließend fest, dass sie sich anfühlt wie ein Spirituspräparat. Weiter beschrieb Blum, dass eine 10-fach verdünnte Lösung (Ausgangswert: 40%ige Lösung) rascher härtete als Alkohol und dies sogar bei größerem Gewebe. Makroskopisch war das Gewebe besser erhalten als nach einer Behandlung mit Alkohol, während eine nennenswerte Schrumpfung nicht zu erkennen war. Am Gehirn waren die weiße und die graue Substanz sogar noch klar differenzierbar. Mikroskopisch war nach Entwässerung und Celloïdin-Einbettung eine Empfänglichkeit für eine histologische Färbung auch nach Tagen noch feststellbar. Dr. Blum kooperierte mit Professor Weigert, der die Aktionen am Gehirn und Rückenmark vornahm, während Blum selbst die Bearbeitung der anderen Organe vornahm. Meister, Lucius und Brüning zu Höchst a. M. (heute Sanofi S.A.) hatten auf das Produkt „Formol“ (Produktname) aufmerksam gemacht und es Blum zur Überprüfung gegeben.[4]

Einzelnachweise

  1. Food and Chemical Toxicology. Vol. 26, Pg. 447, 1988.
  2. Union Carbide Data Sheet. Vol. 4/21/1967.
  3. {{#NewWindowLink:http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll?f=id$t=default.htm$vid=gestisdeu:sdbdeu$id=010520%7CGETIS-Stoffdatenbank}}, Eintrag zu Formaldehyd - Zugriff am 30.10.2015
  4. BLUM, F.: Der Formaldehyd als Härtungsmittel. Zschr. f. Mikro. und mikrosk. Tech. 10 (1896) S. 314-315