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Ein/e Präparator/in stellt biologische, medizinische und/oder geowissenschaftliche Lehr- und Ausstellungsobjekte (Präparate genannt) her. Die Berufsbezeichnung "Präparator/in" ist in Deutschland nicht geschützt. Anzutreffen sind Präparatoren/innen an Museen, wissenschaftlichen und Lehreinrichtungen, sowie in der privaten Wirtschaft. In der breiten Öffentlichkeit ist der Beruf bekannt für die Herstellung von Jagdtrophäen. Die Berufsbezeichnung Präparator/in wird als Synonym für den heutigen Beruf der/s Präparationstechnischen Assistenten/in verwendet.

Geschichte des Berufs

→ Hauptartikel: Geschichte der Präparation

Die Präparatoren/innen (lateinisch praeparatio "vorbereiten") zeitlich einzuordnen ist sehr schwierig. Zu den bekanntesten und ältesten Verfahren, die man mit dem heutigen Beruf in Verbindung bringen kann gehört die Mumifizierung und Einbalsamierung von Verstorben. Darüber hinaus kann man bereits das Herrichten und Sammeln von Trophäen in der frühesten Menschheitsgeschichte als Präparationstechnik bezeichnen. Nach moderner Definition wäre der Einbalsamierer eines ägyptischen Pharao oder der Steinzeitmensch, der die Knochen eines erlegten Tieres als Trophäe aufbereitet, ein/e Präparator/in.

In der Moderne lässt sich der moderne Präparator/die moderne Präparatorin im 17. und 18. Jahrhundert näher einordnen. Mit dem Beginn der modernen Naturwissenschaften entstand auch der Bedarf an fachkundigen Personen, um Exponate herstellen zu können. In s.g. Naturalienkabinetten wurden ebenso Exponate gesammelt und hergestellt, wie es für Charles Darwin wichtig und notwendig war seine Funde für spätere Aussagen zu konservieren. Die Erfahrung, die durch dieses Vorgehen gesammelt wurde, führte zur Spezialisierung, um stets naturgetreuere Darstellungen möglich zu machen.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten dokumentierten Treffen von Präparatoren/innen abgehalten, die in den 1930ern zur Gründung der Deutschen Vereinigung der Museumsdermoplatiker führte. Diese Treffen von biologischen Präparatoren/innen dienten einem fachkundigen Austausch zur Verbesserung der Methoden. Nach dem zweiten Weltkrieg ging diese Entwicklung durch die 1954 gegründete Gemeinnützige Vereinigung der Präparatoren und Dermoplastiker Deutschlands weiter. Trotz der Forderung dieser Verbände wurde der Beruf Präparator/in 1953 aufgrund von mangelndem öffentlichem Interesse aus der Liste der anerkannten Handwerksberufe gestrichen. Heute wird der Berufsstand in Deutschland durch den Verband Deutscher Präparatoren e.V. vertreten.

Seit 1972 gibt es den Beruf des Präparators/der Präparatorin wieder als geregelte Ausbildung, die zum staatlichen Abschluss "Präparationstechnische/r Assistent" führt.[1][2]

Ausbildungssituation

Derzeit gibt es in Deutschland eine Berufsfachschule für Präparatoren und Präparatorinnen in Bochum. Die Ausbildung ist landesrechtlich schulisch geregelt dauert drei Jahre und führt zum staatlich anerkannten Abschluss "Präparationstechnischer Assistent/in". Der Beruf wird in drei Fachgruppen, je nach Schwerpunkt der Ausbildung, unterteilt.[3]

Schwerpunkt Biologie

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Schwerpunkt Medizin

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Schwerpunkt Geowissenschaften

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Ehemalige/eingestellte Berufsausbildungen - (Wird auf andere Seite verlegt)

Facharbeiter/in - Zoologische Präparation (DDR)

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=28211

Facharbeiter/in - Medizinische Sektionstechnik (DDR)

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=34854

Präparator/in (DDR)

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=28392

Ingenieur/in (FS) - Medizinische Präparationstechnik (DDR)

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=28429

Medizinische/r Sektions- und Präparationsassistent/in (BRD/Berlin)

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=9013

Nahestehende/Ähnliche Berufe - (Wird auf andere Seite verlegt)

Techn. Assistent/in - naturkundliche Museen/Forschungsinst.

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=13625

Biologiemodellmacher/in

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=2710

Restaurator/in (Hochschule)

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=59582

Entfernte Berufe - (Wird auf andere Seite verlegt)

Bestattungsfachkraft

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=15577

Bestatter

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=8227

Bestattermeister

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=77301

Geprüfte/r Thanatopraktiker/in

https://www.bestatter.de/bdb2/pages/ausbildung/thanatopraktiker.php

Berufe im Ausland - (Wird auf andere Seite verlegt)

Taxidermist usw.

Einzelnachweise

  1. http://www.praeparation.de/der_verband/verbandsprofil - Zugriff am 09.10.2015
  2. http://www.praeparation.de/berufsinfos/berufsprofil - Zugriff am 09.10.2015
  3. http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=2713 - Zugriff am 09.10.2015